Südtirol, die Legende von Prinzessin Dolasilla

Vor langer Zeit gab es in der schönsten Gegend der Dolomiten ein fantastisches Königreich, beherrscht von Magie und Hexerei, bekannt unter dem Namen Fanes. Dank Dolasilla, der schönen Tochter des Königs der Fanes, erlebte das Königreich eine Zeit von sagenhaftem Glanz.

Die Prinzessin entpuppte sich auch als furchtlose Kriegerin, die sehr gut mit Schwertern und Armbrüsten umgehen konnte. Seine natürlichen Gaben wurden durch Magie noch außergewöhnlicher. Tatsächlich hatten die Gnome, die in diesem Königreich geschützt in den Wäldern und überhängenden Bergen lebten und denen die Prinzessin gestohlene Gegenstände zurückgegeben hatte, ihr als Zeichen der Dankbarkeit eine Stola aus Hermelin und Silberstaub geschenkt. Mit diesen Gaben hatten die Hofbüchsenmacher für Prinzessin Dolasilla eine prachtvolle weiße Rüstung angefertigt, die nichts durchdringen konnte, und einen Bogen, der seinesgleichen sucht. Die Pfeile wurden dann aus den Pflanzen gewonnen, die im Feenschilf des Silbersees wuchsen: Wenn sie geschossen wurden, verfehlten sie das Ziel nie.

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Von diesem Moment an gewannen die Fanes, angeführt von der unbesiegbaren Prinzessin, viele Schlachten. Eines Tages führten die von Dolasillas Kraft und Mut besiegten Menschen sie im Triumph zum Gipfel des Kronplatzes, dem sanften Berg, der Bruneck von St. Vigil in Enneberg trennt.

Schon ihr Vater, ein gieriger und egoistischer Mann, wollte der Prinzessin damals huldigen und beschloss, die junge Frau mit seiner prächtigen Rajetta, dem kostbarsten Juwel der Dolomiten, zu krönen. Dieses Ereignis führte zu einer langen Zeit des Wohlstands und des Friedens für das ganze Königreich. Leider ist die Magie jedoch verschwunden. Tatsächlich wollte Dolasilla trotz der Prophezeiungen heiraten, dass die Magie aufhören würde, wenn sie es tat. Die weiße Rüstung wurde dunkel und für Dolasilla gab sie einigen Kindern einige ihrer Pfeile, die von einem bösen Feind absichtlich geschickt worden waren, um sie zu stehlen. Und es war einer dieser Pfeile, der die Prinzessin tödlich durchbohrte. Opfer der Liebe und seiner Großzügigkeit.

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